Was Bedeutet Progression in der Unfallversicherung

In der Unfallversicherung bedeutet Progression?

Bei fast jeder privaten Unfallversicherung finden Sie eine "Progression". Aber was bedeutet "Progression" eigentlich? Wir empfehlen Ihnen daher, die Invaliditätsleistung mit Progression zu erhalten. In der Unfallversicherung bedeutet "Invalidität"? Der NÜRNBERGER Accident Prevention Progression bietet eine hervorragende Prävention bei schweren Unfällen.

Fortschritt Gabler Versicherungslexikon

Mehr Leistung. Klausel: Verordnung über die überproportionale Erhöhung der Deckungsleistung bei verhältnismäßig erhöhter Schadenshöhe nach einem Versicherungsereignis in der Privatunfallversicherung. Wird eine Progressions- oder Zusatzleistung vereinbart, erhöht sich die Invalidenleistung ab einem gewissen Grad der Erwerbsunfähigkeit sukzessive. Gemäß der Marktpraxis wird der Fortschritt mit einem Behinderungsgrad von 26% eingeleitet. Abhängig von der abgestimmten Progressionsskala erhöht sich die Invalidenleistung bei vollständiger Erwerbsunfähigkeit (= 100%) bis zu einem mehrfachen Betrag der zugesagten Grundbeträge der Invalidenleistung (z.B. bis zu 300% oder 500%).

Im Falle von Zusatzleistungen erfolgt in der Regel eine Verdopplung der zu zahlenden Invalidenleistung, z.B. ab einem gewissen Grad der Erwerbsunfähigkeit. Eine auf dem dt. Arbeitsmarkt vielfach anzutreffende Variante ist die Verdopplung der Invalidenleistung bei einem Behinderungsgrad von 70%. Mit einer Progressions- oder Zusatzleistung kann die Versicherungsnehmerin bei einem schwerwiegenden Unfallgeschehen mit hohem Grad an Arbeitsunfähigkeit und unverhältnismäßig hoher Berufsunfähigkeitsleistung, z.B. Aufwendungen für Konversionsmaßnahmen und Finanzierung einer Altersrente.

Unfall-Versicherung - Grundinvaliditätssumme und Progression

Die Privatunfallversicherung soll für den Falle, dass die Versicherten aufgrund einer Unfallinvalidität nicht mehr voll arbeitsfähig sind und auch Mehrkosten für die Umnutzung des Hauses zur Aufnahme von Behinderten oder für Haushaltshilfen haben können, einstehen. Gibt es keine Privatversicherung für Berufsunfähigkeit und kein nutzbares Kapital, sollte die Deckungssumme bei vollständiger Berufsunfähigkeit je nach Ihrem Lebensstil und Ihrem Lebensalter zwischen 300.000 ? und 500.000 ? liegen.

Wenn Sie z.B. bei vollständiger Erwerbsunfähigkeit 350.000 Euro bekommen möchten, müssen Sie auch eine Basisbehinderungssumme von 350.000 Euro ohne Progressionsvereinbarung einrichten. Die Invalidenleistung würde in diesem Zusammenhang immer einen Prozentsatz des ermittelten Invaliditätsgrades betragen. Eine 20%ige Behinderung würde 70.000 (20% von 350.000 ), eine 50%ige Behinderung 175.000 und eine volle Behinderung 350.000 Euro ausmachen.

Wahlweise kann man auch eine Basisinvaliditätssumme von 70.000 mit 500% Progression vorgeben. Im vorliegenden Falle würden 14.000 (20% von 70.000 ) bei einer 20%igen Erwerbsunfähigkeit gezahlt, bei einer Vollbetriebsunfähigkeit jedoch 350.000). Das Einverständnis einer Invaliditätsgrundbetrag mit Progression ist daher eine kostengünstige Alternative, um mit einer PKV vor allem bei hoher IV zu versichern!

Bei der Auswahl der Grundinvaliditätssumme und des Invaliditätsverlaufs sollten Sie jedoch die Leistung für einen mittelgroßen Grad der Erwerbsunfähigkeit nicht aus den Augen lassen. Wenn Sie nur auf die 100% Invaliditätsleistung achten, können Sie rasch zu einer zu geringen Grundinvaliditätssumme mit sehr hohem Progressionsgrad aufbrechen. Sie sollten daher immer überprüfen, welche Zahlung z.B. bei einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit erfolgen würde.

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