Reiserücktritt bei Krankheit

Stornierung im Krankheitsfall

Es reicht nicht aus, wenn ein Arzt eine häufige Arbeitsunfähigkeit für eine Reiserücktrittsversicherung als krankheitsbedingt wirksam bescheinigt. Die häufigste Ursache dafür, dass Reisen nicht unternommen werden können, ist Krankheit. - Meinungen des Forums zu reiserechtlichen Fragen...

... Die Reiserücktrittsversicherung schützt in vielen Fällen vor der Zahlung hoher Stornogebühren, wenn eine bereits gebuchte Reise dennoch nicht stattfinden kann. Ein Reisepartner ist kurz vor Reiseantritt krankheitsbedingt abwesend.

Für welche Erkrankungen besteht die Reiserücktrittskostenversicherung?

Es genügt nicht, wenn ein Doktor eine häufige Erwerbsunfähigkeit für eine Reiserücktrittskostenversicherung nachweist. Stattdessen benötigt die Krankenkasse eine detaillierte Aussage über die Erkrankung des Betroffenen oder der Versicherungsnehmer. Es gibt keine spezifischen Erkrankungen, die per se erkannt werden. Es gibt auch keine Blacklist von Erkrankungen, die allgemein nicht erkannt werden.

Die Ärztinnen und Ärzteschaft wurde darüber aufgeklärt, dass die Reiserücktrittsversicherung einen Fragebogen zur Überprüfung des Gesundheitszustandes der Versicherungsnehmerin einreicht. Weil eine bloße Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit nicht ausreicht, um eine Fahrt zu stornieren, muss sie in ihren Bemerkungen wesentlich ausführlicher sein. Übrigens haben die Versicherungsnehmer bei Versicherungsabschluss die entsprechenden Angaben gemacht, damit der Versicherer die Leistungsverpflichtung nachprüfen kann.

Um jedoch zu bestätigen, dass die Krankheit den Versicherten an der Anreise hindert, muss der Versicherungsnehmer bei der Prüfung auch darauf aufmerksam machen, dass er diese Informationen für die Reiserücktrittskostenversicherung benötigt. Nur unter diesen Bedingungen kann der behandelnde Ärztin oder der behandelnde Ärztin dem Betroffenen raten, sich nicht auf eine Fahrt zu begeben.

Möchte ein Betroffener oder eine versicherte Person eine Fahrt aus Gesundheitsgründen absagen, sollte er zunächst eine informelle Bescheinigung eines Arztes einholen. Das könnte etwa so aussehen: "Aufgrund einer akuten Krankheit, die am 15.05.2016 diagnostiziert wurde, kann die vom 20.05. bis 05.06.2016 vorgesehene Indonesienreise nicht gestartet werden".

Von besonderer Bedeutung ist die Information, dass die Versicherten den Hausarzt aufsuchen. Mit dem Fragebogen soll festgestellt werden, an welcher Stelle erkennbar war, dass die zu stornierende Fahrt nicht gestartet werden konnte. Darüber hinaus muss geklärt werden, ob die Krankheit eventuell chronisch ist oder ob sie sich aus einer bereits bestehenden und seit langem bekannt gewordenen Krankheit herausgebildet hat.

Der Kommentar des Doktors zum Fragenkatalog ist die Basis für die Klassifizierung des Anspruchs bei der Erstversicherung. Es gibt jedoch nicht sehr spezifische Erkrankungen, die jede Versicherungsgesellschaft prinzipiell anerkennt. Im Endeffekt ist die Krankheit unerwartet gekommen und so schlimm, dass sie aus medizinischer Sicht stark davon abgehalten wird, die Fahrt zu beginnen.

Eine solche Urkunde wird nicht von jedem ausstellen. Je nach Informationsmenge muss der Doktor viel Zeit investieren. Wer sich davor wehren will, klärt das vorher mit dem Hausarzt, um sich danach nicht schlecht überraschen zu lassen.

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