Private Unfallversicherung Betriebsausgabe

Unfallversicherung Betriebliche Aufwendungen

Die private Unfallversicherung ist nicht als Betriebsausgabe abzugsfähig. Guten Tag, ich habe eine private Unfallversicherung abgeschlossen, um mein betriebliches Unfallrisiko zu decken. Bei den vom Arbeitgeber gezahlten Unfallversicherungsbeiträgen handelt es sich um Betriebskosten. Ein Künstler ist nur dann im Ausland tätig, wenn er eine Unfallversicherung abschließt.

Handelt es sich bei den Versicherungspolicen um Betriebskosten?

Verwirrung rund um eine Unfallversicherung: Ein Selbständiger verrechnet die Beitragszahlungen für viele Jahre als Betriebskosten - zu Ungerechtigkeit! Und dann erhält er von der Versicherungsgesellschaft Gelder, die er jetzt als Einkommen besteuern sollte - und das zu Recht? Die Klage wurde von einem Freelancer eingereicht, der eine Unfallversicherung zur Abdeckung von privaten und beruflichen Gefahren abgeschlossen hatte. Die Selbständigen hatten die Beitragszahlungen immer vollständig als Betriebsaufwand verbucht.

Dies wurde den Steuerbehörden jedoch erst Jahre später bei einer Steuerprüfung mitgeteilt. Anstatt sich jedoch zu weigern, die Betriebskosten nachträglich abzuziehen, ging das Finanzamt dieses Mal einen anderen Weg: Statt dessen sollte der Selbständige die Leistungen der Versicherungsgesellschaft als Betriebsertrag ausweisen. Für die Selbständigen war dies eine kostspielige Angelegenheit, da er einige Jahre vorher eigentlich einen Arbeitsunfall hatte und damals rund 15.000 EUR von seiner Unfallversicherung erlangt hatte.

Der Steuerzahler hat vor dem Finanzamt verloren, aber das Bundesfinanzamt (BFH) hat nun zu seinen Rechten entschieden: Er wird die Auszahlungen nicht mehr besteuern müssen. Unabhängig davon, ob Versicherungsprämien als Betriebskosten oder Versicherungsleistungen als Betriebserträge betrachtet werden, hängt die Höhe der Versicherungsprämien allein von der Natur des Versicherungsrisikos ab - nur die Aufwendungen für Betriebsrisiken sind selbstbehaltlich. Wie sieht es mit Krankheiten und Unglücksfällen aus? Krankheiten, Unfälle und der daraus resultierende Lohnausfall sind dagegen im Grunde ein privatwirtschaftliches Problem und bestenfalls als Sonderkosten abziehbar.

Ausgenommen von dieser Regelung ist jedoch nach dem Beschluss des Bundesfinanzhofs (BFH): Versicherungsschutz des Entrepreneurs, der vor besonderen beruflichen oder unternehmensspezifischen Gefährdungen wie z. B. Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen schützt, ist operativ bedeutsam, d. h. absetzbar. Nicht jedoch im Falle des Klägers Freiberuflers: Er habe seinen Arbeitsunfall nicht durch seine Tätigkeit verursacht, so dass auch die Bezahlung der Versicherungsleistung nicht steuerpflichtig sei, heisst es im EuGH.

Dabei spielte es keine Rolle, dass der Steuerpflichtige zuvor Versicherungsbeiträge seit Jahren als Betriebskosten betrachtet hatte. Diese muss sich nun mit der Handhabung der Versicherungsbeiträge befassen. Das BFH hat auch dafür eine Leitlinie: Ein proportionaler Prämienabzug als Betriebsaufwand würde nur dann berücksichtigt, wenn ein abgrenzbarer Anteil der Beiträge auf Betriebsrisiken wie Betriebsunfälle zurückzuführen wäre.

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