Gutachten Knie Unfallversicherung

Sachverständigengutachten zur Knie-Unfallversicherung

Die Problematik und in vielen Fällen auch die Überlastung der Sachverständigen wird von einem medizinischen Experten auf der Grundlage standardisierter Spezifikationen durchgeführt. Die Prüferin wird den Kunden über den Zeitpunkt der Untersuchung informieren. Dann schickt mich die Versicherung an den Sachverständigen. Die Versicherung bittet mich noch um Geduld, da das Gutachten erst kürzlich eingegangen ist.

Medizinischer Bericht nach Knieverletzungen, wie der Bericht funktioniert

Mit Prof. Dr. Justus Gille rede ich in Episode 6 über das Thema: Arztbericht nach einem Unfallgeschehen oder einer Sportunfall am Unterarm. Prof. Dr. Justus Gille ist zuständig für die Bereiche Gelenkspiegelung, Gelenkschirurgie und Schulmedizin und ist auf die Versorgung, Chirurgie und die Anfertigung von Arztberichten nach kniebedingten Verletzungen in den Bereichen Orthopädie und Orthopädie sowie Orthopädie und Orthopädie untergliedert.

Im Rahmen dieses Podcast-Interviews diskutieren wir die folgenden Fragestellungen, die Sie auf jeden Fall vor Ihrem Gutachten wissen sollten: ¿Wie funktioniert ein medizinischer Bericht nach einer Verletzung des Knies? Von wem wird ein ärztliches Gutachten verfasst? Das ist ein Expertenzentrum? ¿Wie lange braucht ein medizinischer Bericht nach einer Verletzung des Knies? Auf welche Weise kann ich nach einem Kniegelenkunfall einen passenden Experten finden?

Wo wird ein Gutachten, z.B. für die BG, erstellt? Welche Maßnahmen sollten die Betroffenen nach einer Kniescheibe in einem ärztlichen Gutachten nie ergreifen und einleiten? Kontradiktion nach einem ärztlichen Gutachten, wie funktioniert das Vorgehen aus Experten- und Patientensicht?

Außerdem erläutert Prof. Dr. Justus Gille sehr eindringlich, wie er eine bestmögliche Präparation sieht.

Welche Maßnahmen sollten die Betroffenen nach einer Kniescheibe in einem ärztlichen Gutachten nie ergreifen und einleiten?

Unfallarthrose und deren fachliche Bewertung im PUV

Für die Bewertung von Unfallschäden und den daraus folgenden Konsequenzen im Sinne von Fehlfunktionen ist es zunächst notwendig, die baulich bedingten Erstkörperschäden zu sichern. Nach einer positiven Antwort auf die die Haftung begründende und erfüllende Ursache muss der Mediziner dann auf die durch den Unfall verursachten körperlichen und/oder geistigen Leistungsverluste hinweisen und diese gegen die normale Funktionsweise abwägen.

Zu sekundärer Arthritis können unterschiedliche Ursachen wie Adipositas und Gout, Nikotin- und/oder Alkoholmissbrauch, rheumatische Krankheiten, Beinfehlstellungen oder berufsbedingte Ursachen führen/beitragen[2, 7], obwohl eine eindeutige Abgrenzung der beiden Varianten oft nicht möglich ist[9].

Die Sekundärarthrose kann aber auch durch Unfallschäden im Sinne von Gelenkbrüchen oder Kapselbandverletzungen mit z.B. mehr oder weniger ausgeprägten chronischen Instabilitäten verursacht werden. Es wurde nachgewiesen, dass die Schädigung des anterioren Kreuzbandes einen Gefährdungsfaktor für eine später auftretende altersbedingte Gelenkerkrankung darstellen (Abb. 1).

Allerdings konnte die Untersuchung auch zeigen, dass ein langfristiges Arthrose-Risiko nicht regelmäßig innerhalb des Dreijahreszeitraums der nativen röntgenologischen Zeichen einer Arthrose auftritt. Ausgangsbasis für die private Unfallversicherung (PUV) ist der Invaliditätsnachweis. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AUB) (Modellbedingungen) ist festgelegt, dass eine Behinderung innerhalb eines Jahrs nach dem Unfallereignis ( "Frist für den Eintritt der Behinderung") eintreten muss; wird sich diese in den Bedingungen verlängern, so wird der Versicherungsgeber den Sachverständigen entsprechend informieren.

Dabei muss die physische oder psychische Belastbarkeit der betroffenen Personen durch einen Unfall (Invalidität) nachhaltig geschwächt sein. Es muss bis zum Ende der Invaliditätszeit (in der Regelfall ein Jahr) eine so große Eintrittswahrscheinlichkeit für eine dauernde physische oder psychische Funktionseinschränkung nach dem Unfallgeschehen vorliegen (§ 286 ZPO), dass sie "Schweigen erfordert, ohne es vollständig auszuschließen".

Für die Berücksichtigung einer (isolierten) Gelenkarthrose heißt das, dass der Mediziner untersuchen und bewerten muss, ob eine Gelenkarthrose zum jeweiligen Fälligkeitsdatum vorliegt und ob dies zu einer Funktionsstörung geführt hat, die über das dritte Jahr des Unfalls hinausgeht, oder ob eine weitere Funktionsstörung geblieben ist und eine neuere Gelenkarthrose vorstellbar ist[4].

Für die Vorhersage des Invaliditätsgrades sind die Symptome oder Befunde der neuesten und damit relevanten, nach der AUB zugelassenen medizinischen Prüfungen zugrunde zu legen und die mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit dauerhafte Weiterentwicklung zu beachten (§ 287 ZPO). Sie hängt daher davon ab, ob spätestens drei Jahre nach dem Ereignis des Unfalls Sachverhalte bestehen oder "erkennbar" sind, die einen verbesserten oder verschlechterten dauerhaften Zustand "ausreichend vorhersehbar" machen[3].

Eine Zunahme des Schweregrads der Invalidität, die im Zeitraum von drei Jahren nach einem Schadensfall aufgrund einer vorhersehbaren Verschlimmerung des Funktionaldefizits feststellbar ist, erfordert nach der ständigen Praxis nicht nur eine "einfache", sondern auch eine "hohe" Eintrittswahrscheinlichkeit, d.h. im Unterschied zur obligatorischen Unfallversicherung liegt die Eintrittswahrscheinlichkeit im Prozentbereich von 80/90% oder mehr.

Daraus ergibt sich eine so große Vielfalt, dass es unmöglich ist, den allein durch einen Unfall verursachten nachtraumatischen Verlauf der Osteoarthritis mit dem notwendigen Nachweis rationell vorherzusagen.

Der von der AUB angebotene individualisierte Ansatz wird durch einen pauschalen Aufschlag für das Risikopotenzial einer prätraumatischen Osteoarthritis nicht befriedigt, da es zum einen innerhalb des Dreijahreszeitraums keine regelmäßigen Hinweise auf die Entstehung einer als Posttraumatismus zu klassifizierenden Osteoarthritis gibt und zum anderen, wenn eine solche Osteoarthritis ausreichend wahrscheinlich gemacht wird, kein damit verbundenes Funktionalitätsdefizit besteht, das die Beurteilung der Behinderung beeinträchtigt.

Ein individualisierter Ansatz zur prognostischen Entwicklung der Krankheit im Zusammenhang mit der Krankheit schliesst jedoch eine höhere Bewertung der Behinderung unter Angabe stichhaltiger Gründe nicht ganz aus, z.B. wenn eine künftig notwendige Implantation einer Prothese aufgrund einer bereits im Untersuchungszeitraum nachtraumatisch veränderten Prothesenarthrose wahrscheinlich gemacht wird. In diesem Zusammenhang kann eine bildvergleichende Side-by-Side-Prüfung zum aktuariell spätesten möglichen Termin helfen.

Die private Unfallversicherung muss frühere Invaliditäts- und Beitragsfaktoren mitberücksichtigen.

In der Regel ist dies nur dann gerechtfertigt, wenn man aus den Befunden einen perspektivisch orientierten Prothesenersatz ableiten kann.

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