Berechnung Gesetzliche Unfallversicherung

Kalkulation der gesetzlichen Unfallversicherung

fehlerfreie Grundlage für die Berechnung der Unfallversicherungsbeiträge. Basis für die Leistungsberechnung ist der Jahresarbeitsentgelt (JAV). Gehalt aller Versicherten der gesetzlichen Rentenversicherung. Das SGB VII Sozialgesetzbuch (SGB) Siebtes Buch (VII) SGB VII Gesetzliche Unfallversicherung Stand Letzte geändert durch Art. Angaben zur Berechnung und Höhe der Versicherungsbeiträge für Arbeitgeber.

Berechnung der Unfallrentenhöhe mit JAV und MdE

Unter Jahresverdienst aus Erwerbstätigkeit, kurz JAV, versteht man die Vergütung (aus unselbständiger Erwerbstätigkeit, 14 SGB IV) und das Erwerbseinkommen (aus selbstständiger Erwerbstätigkeit, 15 SGB IV) in den letzen 12 Monaten vor dem Versicherungsmonat, in dem der Schadensfall eintrat ( 82 Abs. 1) SGB VII). Sie bildet damit die wirtschaftliche Situation der betroffenen Person vor dem Eintritt des Versicherungsfalls ab.

Für pflichtversicherte Selbständige, Unternehmer und deren Ehepartner, die satzungsgemäß versichert sind, und für diejenigen, die in der obligatorischen Unfallversicherung ehrenamtlich versichert sind, wird die ausgewählte Deckungssumme für die Berechnung herangezogen. Ein zweiter wichtiger Bestandteil der Rentenberechnung ist der Erwerbsminderungsgrad (MdE). Im Falle eines Totalschadens oder einer 100%igen Erwerbsminderung wird eine volle Rente in Hoehe von zwei Drittel des vor dem Versicherungsfall erreichten Jahresverdienstes aus Erwerbstätigkeit ausbezahlt.

Für eine Mindestrente von mindestens 20 Prozent (mit Ausnahmen von landwirtschaftlichen Unternehmern und deren Ehepartnern oder Lebenspartnern, die im Betrieb arbeiten und Familienmitglieder nicht nur zeitweilig arbeiten; hier mindestens 30 Prozent) wird der dem Kürzungsgrad entsprechende Teil der vollen Pension als Teilrenten ausgezahlt. Bei Schwerverletzten (ab 50 Mio. MdE), die aufgrund eines Versicherungsfalles keine Erwerbsarbeit mehr ausüben können und keine Pension aus der Pflichtrentenversicherung beziehen, steigt die Pension um 10 vH.

Sofern die Versicherten aufgrund des Versicherungsfalles keinen Leistungsanspruch haben und die Pension aus der Unfallversicherung zusammen mit dem ALG oder dem ALG II die Höhe des aus § 46 Abs. 1 SGB II resultierenden Überbrückungsgeldes nicht erreichen, wird die Pension für höchstens zwei Jahre nach ihrem Eintritt um die Differenz aufgestockt.

Ausgenommen hiervon sind Ansprüche der versicherten Person auf weiteres Einkommensersatzgeld ( 18a Abs. 3 SGB IV), das zusammen mit der Pension das Überbrückungsgeld erbringt. Die Differenz wird nicht als Verdienst im Rahmen des Arbeitslosengeldes II mitgerechnet. Bezieht der Schwerverletze keine Pension aus der Pflichtrentenversicherung, wird ein Aufschlag von 10% auf die Monatsrente erhoben.

Am 01.07. eines jeden Jahrs findet eine prozentuale Angleichung der Ruhegehälter der gesetzlichen Unfallversicherung an den prozentualen Wechsel der Ruhegehälter aus der staatlichen Pensionsversicherung ohne Lastwechsel (Krankenversicherung und Pflegeversicherungsbeitrag) statt (§ 95 SGB VII). Statt der Monatsrente der gesetzlichen Unfallversicherung kann eine Einmalzahlung (Abfindung) ganz oder zum Teil geleistet werden.

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